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Streckenverlauf

 

Am 1.Juli 1878 begann der Zugverkehr auf der Strecke von Goch nach Wesel. Da die Strecke von Goch bis Büderich eingleisig blieb, wurden auf den Bahnhöfen Uedem, Uedemerfeld, Labbeck, Xanten, Birten und Menzelen-Ginderich Kreuzungs- bzw. Überholgleise gelegt.                                   

Gegenüber der flachen NBDS Strecke in Holland, war die Linie auf dem Deutschen Teil teilweise fast bergisch. Von  der Grenze über Hassum, Asperden bis Goch verlief die Strecke zuerst eben. Im Bahnhof Goch begann kurz nach dem Bahnsteig eine 550 m lange Steigung 1:100. Der Zug überquerte über eine Stahlbrücke die Strecke der Rheinischen Eisenbahn - heutige Rampenbrücke der L 77 -. Für diese erschwerte Anfahrt wurden die D-Züge, die im Bahnhof Goch wegen der Zollkontrollen halten mussten und teilweise ein Zuggewicht von 450 Tonnen besaßen, zusätzlich mit einer Schiebelok angeschoben. Im Bereich zwischen Uedem und Xanten kam eine hügelige Landschaft. Um gewaltige Höhenunterschiede zu vermeiden, mussten in Uedem beim Rother Berg und im Hochwald zwischen Labbeck und Uedemerbruch jeweils eine Schlucht für die Eisenbahnstrecke gebaut werden. Für die Eisenbahnstrecke wurde von Uedem nach Uedemerbruch steigend ein Bahndamm mit einer Höhe von bis zu 7 m und von Labbeck bis Xanten wurde ein weiterer Bahndamm errichtet. Trotz der besonderen Bauwerke mussten von den Zügen noch Steigungen bis 1:150 bewältigt werden. Von Birten bis zur Rheinbrücke führte die Eisenbahnstrecke wegen der Rheinhochwassergefahr auf einem Bahndamm. Zuletzt folgte die Anfahrt zur Rheinbrücke vor Wesel, diese hatte eine Steigung von 1:90.

Bei der Anlegung der Strecke hatte die NBDS auf einen sehr geraden Verlauf geachtet, damit die Strecke mit hohen Geschwindigkeiten befahren werden konnte. Hierfür war es auch notwenig, jede Kreuzung der Eisenbahnlinie mit einer Straße durch einen Wachposten zu sichern. Auf den ersten Streckenteil (62,4km) von Boxtel bis Goch waren 63 Schrankenposten. Damit entfiel hier ein Durchschnitt auf jeden Kilometer ein Posten. Der zweite Streckenteil von Goch bis Geest (40,2 km) hatte dagegen nur 25 Schrankenposten, also im Durchschnitt einen Posten für 1,6 km. In den Jahren 1880/81 bekamen alle Posten ein Wärterhaus (Wohnhaus).

Radel-Tipp

Radler mit GPS-Navigationssystemen können die Radroute und die Bahnstrasse hier downloaden.
Bahntrasse: http://www.gpsies.com/map.do?fileId=iwqqcopqppccqgio&referrer=trackList
Radroute: http://www.gpsies.com/map.do?fileId=kbhhqlemjhpiwqmn&referrer=trackList