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    Für einen Gulden nach Berlin

Die NBDS (Nord Brabantsche-Deutsche Eisenbahngesellschaft) war eine Aktiengesellschaft, die im Jahre 1867 gegründet wurde. Das Anfangskapital betrug 6 Millionen Gulden, wobei aus England 2,5 Millionen finanziert wurden.

Bereits im Jahre 1872 gab es nach dem Bankrott der englischen Bauunternehmer  erhebliche Geldprobleme. Für den Streckenabschnitt Goch Wesel musste daher eine weitere Aktie herausgegeben werden. Da die NBDS sich immer in Finanzierungsproblemen befand, wurden neue Lokomotiven und  die zahlreichen Güterwaggons geleast!

Die Aktien waren an der Börse jedoch wenig gefragt. Die Aktionäre erhielten niemals eine Dividende und auch die Schulden wurden nicht immer rechtzeitig beglichen. Da sich aber das Güter- und das Fahrgastaufkommen ständig  steigerte, waren der Streckenausbau mit modernen Gebäuden, moderne Züge und auch guter Komfort für die  Fahrgäste erforderlich. Zudem war der NBDS eine gute Zukunft vorausgesagt.

Der erste Weltkrieg beendete jedoch den erwarteten Aufschwung und leitete mit dem Erliegen des internationalen Verkehrs den Niedergang ein. Im Jahre 1919 übernahm die holländische Staatsbahn die NBDS-Strecke. Im Jahre 1922 ging die NBDS in Konkurs. Die Aktionäre der 1. Hypothek (größtenteils die holländische Staatsbahn) erhielten 34 % und die Aktionäre der 2. Hypothek 6 % ihres Geldes zurück.

Dem Personal der NBDS ging es im Jahre 1923 besonders gut. Nach der Auflösung der NBDS wurde Sie von der holländischen Staatsbahn übernommen und erhielten Ihre Gehälter in holländischen Gulden. Als im Jahre 1923 die deutsche Währung von Tag zu Tag verfiel, konnten Sie mit den Gulden sehr viele Wünsche erfüllen und zum Beispiel für einen Gulden nach Berlin fahren.